Klötzchen Tipps und Tricks - Teil 2
Kreativ sein mit WeserklecksWERK Franzi
Passende Workshops zu Holz, Leim & Schnitzen
Darum gehts im Video:
In diesem Video gibt es das zweite Klötzchen-Video und ganz ehrlich, damit habe ich nicht gerechnet. Das erste Video hat so viele Reaktionen ausgelöst, so viele Fragen und so viele mutige Kommentare von euch, dass ich dachte: Okay, dann machen wir daraus direkt ein praktisches Folgevideo mit echtem Mehrwert. Vor allem, weil viele geschrieben haben, dass sie Anfänger sind, sich bisher nicht getraut haben oder genau jetzt Lust bekommen, es endlich mal auszuprobieren. Und genau dafür sind diese Videos da. Ich liebe diesen Austausch, auch wenn wir uns nicht persönlich kennen. Ihr schreibt mir bzw. uns unter dem Video eure Fragen, ich nehme sie mit ins neue Video und wir bauen das Ganze Schritt für Schritt so auf, dass ihr wirklich mitkommt.
Worum geht es im Video?
Es geht um das Arbeiten mit Holzklötzchen, genauer gesagt um drei typische Anfängerhürden und Lösungen aus dem Workshop-Alltag. Wir sprechen darüber, welche Unterlagen man nutzen kann, wenn man keine Schneidmatte hat, wie man Klötzchen-Module richtig gerade bekommt, ohne Werkzeug aus der Werkstatt zu brauchen, und wie man beim Kleben mit kleinen Hilfsmitteln Zeit und Nerven spart. Am Ende gibt es wieder einen Tipp aus der Schublade und der zeigt euch, dass Klötzchen nicht nur mit Holzleim funktionieren, sondern dass man mit Heißkleber ganz andere Projekte umsetzen kann, zum Beispiel eine Vase, einen Stiftebecher oder sogar ein kleines Teelichtglas aus einem alten Schraubglas.
Warum gibt es ein zweites Video zu Klötzchen?
Weil das Thema offensichtlich viel größer ist, als es auf den ersten Blick wirkt. Klötzchen sind simpel, günstig, schnell zur Hand und trotzdem kommen beim ersten Projekt sofort Fragen auf. Welche Unterlage brauche ich wirklich. Warum sind meine Reihen schief. Wieso wackelt es am Ende. Und was mache ich, wenn ich nicht zehn Werkzeuge zu Hause habe. Genau da setze ich an, weil ich möchte, dass ihr euch traut, loszulegen. Nicht perfekt, aber machbar.
Welche Alternativen gibt es zur Schneidmatte?
Das ist Tipp Nummer eins und der kommt direkt aus euren Kommentaren. Die Schneidmatte ist super praktisch, keine Frage, aber nicht jeder hat eine. Und ja, es gibt Alternativen. Eine Möglichkeit ist Backpapier. Das hat fast jeder zu Hause, der Leim haftet nicht so aggressiv und man kann Rückstände leichter abwischen. Es ist nicht meine Lieblingslösung, aber als schnelle, einfache Unterlage für den Start funktioniert es.
Die zweite Alternative ist eine Silikonmatte. Ich liebe Silikonmatten, weil sie wenig Platz brauchen, sich zusammenrollen lassen und sich super reinigen lassen. Gerade wenn Leim antrocknet, lässt er sich oft einfach wegwischen. Ob mit Rand oder ohne ist am Ende Geschmackssache. Wichtig ist nur, dass die Oberfläche glatt ist und ihr entspannt arbeiten könnt.
Und dann gibt es noch die Glasplatte. Für mich ist das inzwischen ein echter Favorit, gerade auch in Kartenworkshops, weil man sie leicht sauber bekommt und Leim oder Kleber dort nicht dauerhaft Schaden anrichten. Nur bitte nicht auf dem Küchenholztisch ohne Unterlage arbeiten, schon gar nicht mit Kindern. Holzleim ist nicht freundlich zu Oberflächen, wenn er einmal durchgehärtet ist.
Was ist der Trick, damit Klötzchen wirklich gerade werden?
Das ist Tipp Nummer zwei und der ist im Alltag so simpel, dass man ihn gerne unterschätzt. Wenn ihr Klötzchen zu Modulen zusammenklebt, also zu kleinen Platten, müssen diese Platten später sauber zusammenpassen. Und genau da scheitern viele, weil die Reihen minimal versetzt sind und am Ende wackelt alles.
Mein Workshop-Trick ist: Ich nutze zwei nicht verklebte Klötzchen als Hilfsklötzchen. Damit schiebe ich die frisch geklebte Reihe so zurecht, dass sie in einer Linie liegt. Ich brauche dafür keinen Winkel und kein spezielles Werkzeug, nur zwei Klötzchen. Das funktioniert erstaunlich gut, weil ihr so sanft Druck geben könnt, ohne die frischen Klebestellen wieder aufzureißen.
Was bedeutet eigentlich „in einer Flucht“?
Das ist so ein Begriff, den man oft hört, aber selten erklärt bekommt. Im Video gehe ich da kurz drauf ein, weil ich selber wissen wollte, woher das kommt. „Fluchtend“ bedeutet, dass mehrere Elemente exakt auf einer geraden Linie liegen, wie Fenster, Türen oder Hauskanten. Der Begriff stammt historisch aus dem Baukontext. Für uns heißt das ganz praktisch: Wenn eure Klötzchen nicht fluchten, passt das Modul später nicht sauber, es kippelt, es wackelt und ihr ärgert euch.
Wie kann ich Klötzchen kleben, ohne ewig festhalten zu müssen?
Tipp Nummer drei ist der, der euch Geduld spart. Ja, Express-Leim ist schnell, aber schnell heißt trotzdem nicht sofort. Gerade bei kleinen Klebeflächen oder bei Teilen wie einem Henkel müsst ihr die Klötzchen wirklich in Ruhe lassen, sonst wackelt ihr euch das wieder kaputt.
Deshalb zeige ich euch im Video Klammern als Hilfsmittel. Diese Klammern gibt es in vielen Größen und sie sorgen dafür, dass während des Trocknens konstant Druck auf der Klebestelle ist. Das ist eine andere Kraft, als wenn ihr es nur mit der Hand haltet. Und der große Vorteil ist: Ihr könnt das Projekt beiseite legen und schon an der nächsten Stelle weitermachen, statt minutenlang daneben zu sitzen und zu warten.
Kann man auch Tape zum Fixieren nutzen?
Das ist ein Tipp aus euren Kommentaren, den ich super spannend finde. Die Idee ist, Klötzchen-Module während des Trocknens mit Maler-Tape oder Papier-Tape zu stabilisieren, vor allem an Ecken, wo man keine Klammer setzen kann. Ich finde das logisch und ich glaube, dass das je nach Projekt richtig gut funktionieren kann. Gleichzeitig ist es natürlich Verbrauchsmaterial, das danach im Müll landet. Eine Klammer nutzt man immer wieder. Trotzdem ist das Tape ein interessanter Hack, gerade wenn man zu Hause wenig Werkzeug hat und schnell stabilisieren möchte. Ich probiere solche Dinge auch gern mit euch gemeinsam aus, weil ich nicht so tun will, als hätte ich für alles die eine perfekte Antwort.
Was ist der Tipp aus der Schublade?
Am Ende gibt es wieder einen Schubladen-Tipp und der geht diesmal weg vom Holz-auf-Holz-Kleben. Ich zeige euch, wie ihr mit Heißkleber Klötzchen auf Glas befestigen könnt. Holzleim funktioniert auf Glas nicht zuverlässig, aber Heißkleber kann das richtig gut. Daraus entsteht ein super schönes Upcycling-Projekt, das ich besonders gerne im Eltern-Kind-Bereich mache: Aus einem alten Schraubglas wird eine kleine Vase, ein Stiftebecher oder je nach Glasform sogar ein Windlicht.
Dabei zeige ich euch auch, worauf man achten sollte. Man klebt das Glas am besten im Stehen, damit die Klötzchen unten sauber ausgerichtet bleiben und das Gefäß später stabil steht. Und wir sprechen darüber, wie man mit kleinen Abständen, Holzperlen oder sogar Fäden optisch noch mehr aus dem Glas rausholen kann. Das Schöne daran ist: Das Glas müsst ihr nicht kaufen, das könnt ihr sammeln. Und wenn mal ein Klötzchen abgeht, klebt ihr es einfach wieder dran. Das ist kein Drama, sondern DIY.
Für wen ist dieses Video gemacht?
Für alle, die mit Klötzchen starten wollen, aber noch Hemmungen haben. Für alle, die schon ein erstes Projekt gemacht haben und sich gefragt haben, warum es nicht so sauber aussieht wie bei anderen. Und für alle, die mit Kindern basteln wollen und eine Idee brauchen, die schnell Erfolgserlebnisse bringt. Klötzchen sind perfekt, weil sie günstig sind, weil man wenig Material braucht und weil man mit ein paar Kniffen aus einfachen Holzstücken richtig schöne Dinge machen kann.