Lesezeichen basteln
Kreativ sein mit WeserklecksWERK Franzi
Darum gehts:
In diesem Video dreht sich alles um Lesezeichen. Klingt erstmal nach einem kleinen Nebenprojekt, ist für uns aber ein echtes Stück Kreativgeschichte. Denn Lesezeichen waren nicht nur irgendwann mal „ein hübsches Ding für zwischendurch“, sondern der Startpunkt einer ganzen Routine, die über Jahre viele Menschen miteinander verbunden hat. Hier geht es nicht nur um Papierstreifen zwischen Buchseiten, sondern um Kreativität, die sich gut anfühlen soll. Ohne Druck, ohne Pflichtgefühl, ohne dieses „Ich muss noch schnell was machen, damit es raus ist“.
Warum der Lesezeichen-Mittwoch so beliebt war und warum er trotzdem enden musste
Als wir 2021 mit Instagram gestartet sind, wollten wir etwas, das Halt gibt, aber im besten Sinne. Eine kleine kreative Routine, ein fester Anker in der Woche. Daraus ist der #LesezeichenMittwoch entstanden. Und der hat richtig Wellen gemacht, weil unfassbar viele Menschen mitgemacht haben. Jeden Mittwoch tauchten neue Lesezeichen auf, nicht nur aus Papier, sondern auch auf Holz, Glas oder Stoff, manchmal elegant, manchmal verspielt, manchmal komplett wild. Wer heute bei Instagram den Hashtag eingibt, findet immer noch eine riesige Sammlung voller Ideen und Impressionen.
Irgendwann hat sich das aber gedreht. Aus der Routine wurde Stress. Wir haben gemerkt, dass wir nur noch Lesezeichen machen, weil Mittwoch ist und nicht mehr, weil es Spaß macht oder weil Resteverwertung plötzlich wieder kreativ wird. Und genau da war der Punkt erreicht, an dem wir die Reißleine gezogen haben. Kreativität darf nicht zur Pflicht werden, sonst ist sie keine Auszeit mehr, sondern nur ein weiterer Punkt auf der To-do-Liste. Der Hashtag hatte seine Zeit und er war großartig, aber es war genau so richtig, ihn auch wieder loszulassen.
Warum Lesezeichen für uns mehr sind als nur Bastelkram
Zwischendurch wird klar, dass hinter dem Thema noch mehr steckt. Denn nicht alle Lesezeichen sind einfach nur in einer Kiste gelandet oder verschenkt worden. Wir haben mehrfach Lesezeichen zum guten Zweck verkauft. Wir machen kreative Trauerarbeit und geben teilweise ehrenamtlich Workshops für trauernde Angehörige. Damit wir Materialien finanzieren konnten, haben wir Lesezeichen verkauft und das Geld ins Spendenschwein gepackt. Der #LesezeichenMittwoch hatte also nicht nur Community-Vibes, sondern auch einen echten Zweck. Und genau deshalb fühlt es sich stimmig an, dass Lesezeichen in dieses Format gehören, nur eben wieder aus Freude heraus.
Wie man mit Washi-Tape ein Lesezeichen macht, das schlicht wirkt und trotzdem hochwertig aussieht
Tipp Nummer eins ist bewusst einfach gehalten, aber genau darin liegt der Reiz. Wir zeigen euch, wie ihr Washi-Tape als Gestaltungsmittel nutzt. Kein Stempel, kein Stift, kein kompliziertes Setup, sondern Tape in Streifen, sauber nebeneinander geklebt, anschließend einheitlich abgeschnitten und fertig ist ein Lesezeichen, das richtig edel wirken kann. Dabei zeigen wir euch auch, worauf es ankommt, nämlich dass Washi-Tape nicht gleich Washi-Tape ist. Gutes Tape bleibt zuverlässig kleben und sieht dabei auch nach „mehr“ aus, während Billig-Tape schnell nervt, nicht hält oder sich unschön löst. Wer mag, kann hinten noch eine Botschaft ergänzen, etwas stempeln, es beidseitig gestalten oder ein Loch stanzen und ein Band anbringen. Der Grundgedanke bleibt aber: schnell, unkompliziert und direkt umsetzbar und auch geeignet für alle die mit den Kindern Lesezeichen basteln wollen.
Warum ein geteiltes Motiv plötzlich ein Lesezeichen wird, das im Buch wieder zusammenfindet
Tipp Nummer zwei ist der, bei dem viele sofort denken: Das ist ja mal eine richtig süße Idee. Wir zeigen euch, wie ihr ein Motiv stempelt, grob ausschneidet und dann in der Mitte teilt, zum Beispiel ein Herz, ein Schmetterling oder andere Motive. Dazu kommt ein Papier- oder Kartonstreifen, der gefaltet wird, sodass oben eine Klebefläche entsteht. Die beiden Motivhälften werden links und rechts aufgeklebt und im Buch fügt sich das Motiv wieder zusammen. Der Effekt ist simpel, aber genial, weil das Lesezeichen nicht nur markiert, sondern auch optisch etwas erzählt. Wir erklären euch dabei auch, warum Karton oft besser ist als dünnes Papier und wie ihr Breite und Länge an euer Buch anpasst. Personalisierte Lesezeichen kann man so ganz einfach selbst herstellen.
Wie aus Tape und einem Faden eine Lesefeder wird, die oben aus dem Buch herausguckt
Tipp Nummer drei ist wieder etwas, das ihr schnell nachmachen könnt, ohne viel Material. Wir zeigen euch, wie ihr aus etwas breiterem Washi-Tape und einem Band oder Wollfaden eine Lesefeder macht. Tape drumherum kleben, schließen, einschneiden und schon entsteht eine Federoptik. Das Ergebnis ist ein Lesezeichen, das oben dekorativ aus dem Buch herausguckt, während der Faden die Seite markiert. Das funktioniert in vielen Varianten und lässt sich super anpassen.
Was der Plus-Tipp aus der Schublade mit Büroklammern zu tun hat und warum der überraschend gut funktioniert
Der Bonus kommt aus der Zauberschublade. Wir zeigen euch, wie ihr aus Büroklammern und kleinen Puscheln oder Deko-Elementen Mini-Lesezeichen machen könnt. Mit Heißkleber oder Sekundenkleber entstehen kleine Klammer-Lesezeichen, die man einfach an die Buchseite steckt. Das ist simpel, funktioniert richtig gut und ist perfekt für schnelle Geschenke oder kleine kreative Extras.
Warum sich dieses Video lohnt
Weil es zeigt, dass Lesezeichen nicht nur Deko sind, sondern ein perfektes Beispiel dafür, wie Kreativität im Alltag funktionieren kann, wenn sie leicht bleibt. Ihr bekommt vier Ideen, die mit wenig Material auskommen, sich super variieren lassen und schnell umgesetzt sind. Und ganz nebenbei zeigen wir euch, dass Kreativität dann am meisten Spaß macht, wenn sie kein Muss ist, sondern einfach etwas, das gut tut. Wer also schon immer mal Lesezeichen basteln wollte, der hat nun drei Ideen zum einfachen nachmachen.