Posca Marker
Kreativ sein mit WeserklecksWERK Franzi
Darum gehts:
In diesem Video widmen wir uns einem Thema, das in unglaublich vielen Workshops längst zum festen Bestandteil geworden ist, dass es endlich ein eigenes Video verdient hat: Posca Marker. Und bevor wir überhaupt einsteigen, einmal ganz klar, weil uns Transparenz wichtig ist: Wir bekommen dafür nichts, wir werden nicht unterstützt, das ist keine bezahlte Werbung. Diese Stifte sind über die letzten Jahre bei uns eingezogen, weil wir sie selbst gekauft, getestet, verflucht, geliebt und am Ende einfach für verdammt gut befunden haben.
Warum ausgerechnet Posca Marker?
Die Posca Marker sind bei uns nicht eingezogen, weil sie hübsch aussehen oder weil gerade alle darüber reden, sondern weil wir 2022 ein ganz konkretes Problem lösen wollten. Wir wollten einen Workshop anbieten, in dem man Wachskerzen bemalen kann, meditativ, entspannt, ohne Pinselstress und ohne klebrige Farbpaletten. Die Idee stand, der Workshop-Plan stand, aber die Stifte haben nicht mitgespielt. Wir haben wirklich viele Acrylmarker ausprobiert, von bekannten Marken bis zu Geheimtipps, und die Liste der gescheiterten Tests war länger, als wir zugeben möchten. Auf Wachs hat fast nichts zuverlässig gehalten. Mit Posca hat es plötzlich funktioniert. Nicht irgendwie, sondern richtig gut. Und genau deshalb sind sie geblieben.
Was genau sind Posca Marker überhaupt?
Posca Marker sind wasserbasierte Acrylmarker. Das heißt, die Farbe ist solange sie frisch ist noch feucht und verarbeitbar, aber sobald sie trocken ist, wird sie wasserfest. Das ist super, wenn man etwas gestalten will, das später halten soll, ist aber weniger super, wenn man den Lieblingspulli als Malunterlage missbraucht. Die Farbe ist sehr deckend, man kann Schichten übereinander setzen und sogar hell auf dunkel arbeiten. Und ja, die Stifte sind insgesamt recht flüssig, was im Alltag beim Malen viele Vorteile hat, aber eben auch ein paar Regeln braucht, damit es nicht in Chaos endet.
Warum haben die Stifte diese Kugel drin und warum ist das wichtig?
Wer schon mal eine Spraydose geschüttelt hat, kennt das Geräusch. Diese Kugel sorgt dafür, dass sich die Pigmente in der Farbe wieder gleichmäßig verteilen. Und genau deshalb ist Schütteln nicht optional, sondern Pflicht. Ohne Schütteln kann es passieren, dass die Farbe ungleichmäßig läuft, nicht deckt oder sich „komisch“ anfühlt. Und damit sind wir auch schon bei Tipp Nummer eins.
Tipp 1: Warum die Kappe beim Schütteln draufbleiben muss
Wir sagen es so klar, weil es wirklich jeder früher oder später einmal falsch macht. Wenn ihr Posca Marker schüttelt, bleibt die Kappe drauf. Immer. Denn durch die flüssige Farbe kann es passieren, dass beim Schütteln Farbe nach vorne in die Spitze wandert und dann spritzt. Das Ergebnis ist entweder ein Kunstwerk mit ungewollten Flecken oder ein Pulli, der jetzt ein neues Design hat. Spritzer können cool sein, aber bitte kontrolliert. Also: Kappe drauf, schütteln, erst dann öffnen.
Welche Spitzen gibt es und warum ist das nicht nur Spielerei?
Posca gibt es in vielen Farben und in verschiedenen Spitzenformen und Stärken. Von ganz feinen Spitzen für Linien und Details bis zu breiten Spitzen, mit denen man Flächen füllt. Eine Faustregel hilft beim Merken: Je dicker der Stift, desto kräftiger arbeitet die Spitze. Und gerade wenn man auf Wachs oder glatten Oberflächen malt, ist es hilfreich zu wissen, welche Spitze man wählt, weil zu spitze Spitzen schneller kratzen als malen.
Auf welchen Materialien kann man mit Posca Markern malen?
Mehr, als die meisten denken. Holz, Glas, Keramik, Metall, Stoff, Leder, Leinwand, Möbel, Steine, Taschen, Schuhe, sogar auf Fotos lassen sich Details oder Sprechblasen setzen. Wichtig ist die Unterscheidung: Auf porösen Untergründen hält die Farbe meist bombenfest. Auf sehr glatten Untergründen ist sie zwar wasserfest, aber nicht automatisch kratzfest. Da kann es Sinn machen, je nach Projekt zu versiegeln oder bewusst zu entscheiden, ob es ein Deko-Objekt bleibt.
Tipp 2: Wie man eine „kaputte“ Spitze rettet, statt den Stift wegzuwerfen
Das ist einer der wertvollsten Tipps, gerade wenn Kinder mitmalen oder wenn man die Stifte oft nutzt. Bei vielen Posca Markern kann man die Spitze herausziehen und einfach umdrehen. Ja, wirklich. Wenn vorne die Spitze ausgefranst, dreckig oder verfärbt ist, steckt man sie anders herum wieder rein und hat wieder eine saubere Seite. Damit wird aus einem „Mist, der ist kaputt“ ein „alles gut, weiter geht’s“. Das klappt vor allem bei den gängigen mittleren Stiften sehr gut. Bei ganz feinen Finelinern geht es meist nicht, da ist die Spitze zu filigran.
Tipp 3: Was tun, wenn der Stift plötzlich nicht mehr malt?
Das kennen viele als Tafeleffekt. Man malt, alles läuft, und dann kommt plötzlich nichts mehr. Das bedeutet nicht automatisch, dass der Stift leer ist. Häufig braucht die Spitze einfach wieder Farbe. Bei neuen Stiften ist das sowieso normal, die sind anfangs „weiß“ und müssen erst aktiviert werden. Dafür wird die Spitze mehrmals vorsichtig „getankt“, indem man sie auf Papier aufdrückt, bis die Farbe sichtbar wird.
Und jetzt kommt der Tipp, den wir in Workshops am liebsten nutzen: Wenn der Stift zickt, hilft oft ein feuchter Lappen. Die Feuchtigkeit unterstützt die Spitze, die Farbe kommt sanfter wieder in Gang, und der Stift malt wieder, ohne dass man ihn mit Gewalt ruiniert. Wenn das alles nichts bringt, dann ist er wahrscheinlich wirklich leer. Dann heißt es: nachkaufen, aber wenigstens mit gutem Gewissen, weil man alles versucht hat.
Woran erkennt man Neon und Metallic, wenn die Kappen oft gleich aussehen?
Das ist so ein kleines Detail, das im Workshop viele überrascht. Manche Posca Marker haben schwarze Kappen, obwohl nicht schwarz drin ist. Bei Neon- und Metallicfarben erkennt man die Besonderheit oft am farbigen Clip beziehungsweise an der kleinen farbigen Kennzeichnung. Es klingt banal, aber wenn viele Stifte auf dem Tisch liegen, spart das richtig Zeit und Nerven.
Was ist der Tipp aus der Zauberschublade?
Natürlich können wir über Posca Marker sprechen, ohne etwas zu zeigen, aber dann fehlt das Beste. Deshalb holen wir eine Kerze aus der Schublade und zeigen euch ganz praktisch, wie Posca auf Wachs funktioniert. Wir malen einfache Muster, Linien, Punkte, kleine Elemente und zeigen dabei auch, worauf man achten sollte, zum Beispiel dass runde Spitzen auf Kerzen besser funktionieren als sehr spitze, weil man sonst ins Wachs kratzt statt zu malen. Und wir zeigen auch den kleinen Vorteil von Wachs: Wenn man sich schnell vermalt, kann man es in einem gewissen Zeitfenster sogar noch abwischen, bevor es komplett durchgetrocknet ist.
Warum lohnt sich dieses Video?
Weil es euch das Grundwissen gibt, das man sonst oft erst nach ein paar frustigen Fehlversuchen lernt. Ihr versteht, was Posca Marker sind, warum sie bei uns so oft eingesetzt werden, wie ihr sie richtig nutzt, wie ihr Spitzen retten könnt und wie ihr einen „streikenden“ Stift wieder zum Laufen bringt. Und ihr seht am Ende am konkreten Beispiel Kerze, warum diese Stifte bei uns überhaupt so einen festen Platz bekommen haben.