Washi Tape - Teil 2

Kreativ sein mit WeserklecksWERK Franzi

 

Darum gehts:

Heute geht es zum zweiten Mal um Washi Tape, aber ohne das komplette Grundwissen noch einmal auszubreiten. Du kennst das erste Video noch nicht? Hier wirst du schnell fündig: "Washi Tape Tipps und Tricks". In dem neuen Video geht es um neue Ideen, neue Anwendungen und vor allem um drei Tipps, die du sofort am Tisch nachmachen kannst, plus einen Bonus aus der Zauberschublade, der mit Washi Tape gar nichts zu tun hat, aber jede Karte in Sekunden aufwertet.

Wie kannst du Washi Tape als Deko einsetzen, ohne dass es nach „Klebeband“ aussieht?

Der erste Tipp ist fast schon ein Stil-Statement: Washi Tape bleibt auf der Karte und wird bewusst als Gestaltungselement eingesetzt. Im Video siehst du, wie ich einen floralen Stempelabdruck als Basis nehme und dann ein schmales Tape quer darüber setze. Nicht zum Abkleben, nicht als Hilfsmittel, sondern als sichtbare Deko. Das Tape wird zum Band, zum Rahmen, zum modernen Akzent und genau dadurch wirkt die Karte schnell fertig und hochwertig.

Spannend ist hier auch der Unterschied zwischen breitem und schmalem Tape. Im Video siehst du, wie sich die Wirkung sofort verändert, wenn das Tape feiner wird. Plötzlich wirkt alles leichter, ruhiger und irgendwie „mehr nach Design“. Und wenn du dann noch mit einem wasserfesten Stift ein kurzes „Alles Gute“ auf das Tape schreibst, hast du in wenigen Sekunden eine Karte, die fertig aussieht, ohne dass du Handlettering können musst.

Wie lässt du Figuren wirklich im Auto sitzen, im Topf stecken oder unter etwas verschwinden?

Der zweite Tipp ist mein Liebling, weil er diesen typischen Aha Moment auslöst. Washi Tape wird zur unsichtbaren Maske. Du klebst Bereiche ab, die du beim Stempeln nicht sehen willst, und plötzlich entsteht eine richtige Szene mit Ebenen. Im Video stemple ich erst ein kleines Auto, klebe dann mit Washi Tape die Stelle ab, an der später nur ein Kopf zu sehen sein soll, und stempel anschließend ein Tier darüber. Wenn du das Tape abziehst, bleibt der Körper auf dem Tape und im Auto sitzt plötzlich nur das Gesicht hinterm Steuer. Genau dieser Trick macht aus zwei süßen Einzelmotiven eine kleine Geschichte.

Dasselbe funktioniert auch mit dem Blumentopf. Du stempelst den Topf, klebst ihn oben ab und setzt dann ein Tier hinein. Beim Abziehen des Tapes sieht es so aus, als würde das Huhn wirklich im Topf stecken, statt oben drauf zu liegen. Das wirkt so logisch, weil unser Gehirn Ebenen sofort versteht, auch wenn es nur Papier ist.

Und du kannst das Ganze sogar direkt am Stempel einsetzen. Im Video klebe ich zum Beispiel bei einem Eichhörnchen die Ohren ab, stempel es dadurch „ohne Ohren“ und setze dann oben etwas anderes drauf, in meinem Fall das Oberteil einer Eichel als Hut. Das ist nicht nur lustig, das ist auch ein extrem praktischer Trick, wenn du aus einem Stempelset plötzlich neue Varianten machen willst, ohne neue Stempel kaufen zu müssen.

Wie kannst du Schablonen fixieren und gleichzeitig Bereiche ausschließen?

Der dritte Tipp ist eher ein Werkzeug-Tipp, aber einer, der dir in ganz vielen DIY Bereichen hilft. Washi Tape ist perfekt, um Schablonen festzukleben, ohne dass dir etwas verrutscht und ohne dass du Rückstände bekommst. Du kannst eine Schablone auf Papier, Stoff oder andere Untergründe setzen, sie mit Tape an Ort und Stelle halten und nach dem Arbeiten einfach wieder abziehen, ohne dass du das Material zerstörst.

Und noch besser: Du kannst mit Washi Tape auch einzelne Bereiche einer Schablone gezielt abkleben, wenn du bestimmte Elemente gerade nicht im Motiv haben willst. Du entscheidest also, was durchgelassen wird und was nicht. Im Video zeige ich das bewusst nur kurz, weil Schablonen wirklich ein eigenes Video verdienen, aber die Idee ist klar: Washi Tape ist nicht nur Deko, es ist ein präzises Steuerwerkzeug für Layout und Komposition.

Was ist der Plus Tipp aus der Zauberschublade und warum macht der so viel aus?

Zum Schluss kommt etwas, das erstaunlich oft unterschätzt wird: ein Eckenstanzer. Im Video siehst du, wie aus einer ganz normalen, kantigen Karte innerhalb von Sekunden etwas wirkt, das „runder“, weicher und fertiger aussieht. Das ist kein großer Bastelzauber, aber es ist genau dieser kleine Designkniff, der Karten oft wie gekauft wirken lässt.

Du schiebst die Ecke bis zum Anschlag rein, stanzt, fertig. Keine Kraft, kein Drama, aber sofort ein anderer Look. Und das Beste ist: Sobald du einmal damit anfängst, willst du plötzlich alle Karten damit machen. Genau dieses kleine Suchtpotenzial passiert im Workshop ständig, weil der Effekt so offensichtlich ist.

Wenn du Lust hast, diese Tipps nicht nur zu lesen, sondern wirklich zu sehen, wie die Abstände funktionieren, wie das Tape sitzt und wie „der Moment“ beim Abziehen aussieht, dann lohnt sich das Video besonders. Denn gerade bei Tipp zwei ist es dieser eine Handgriff, der aus „ich probier mal“ ein „oh mein Gott, wie süß ist das denn“ macht.

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