Weihnachtskugeln veredeln
Kreativ sein mit WeserklecksWERK Franzi
Darum gehts:
In diesem Video wird es weihnachtlich, auch wenn nicht jede Weihnachtsstimmung zwangsläufig an einer Mütze hängt. Die Kerze trägt eine, im Haar steckt eine Zuckerstange und der Pulli macht den Rest. Und dann geht es direkt rein in ein Thema, bei dem man sich erstaunlich schnell verliert, weil plötzlich überall Kugeln auftauchen und man sehr gute Gründe findet, noch ein Set zu kaufen. Genau deshalb ist dieses Video nicht nur kreativ, sondern auch ein kleines Upcycling-Special. Denn viele haben Weihnachtskugeln zu Hause, die früher mal „die richtige Farbe“ waren und heute nur noch irgendwo in einer Kiste wohnen. Und statt sie wegzupacken oder irgendwann genervt zu entsorgen, kann man aus ihnen wieder Lieblingskugeln machen.
Welche Kugeln eignen sich und was ist mit Kindern wichtig?
Wenn Kinder dabei sind, ist die erste Entscheidung nicht Farbe, sondern Material. Glaskugeln sehen großartig aus, aber sie sind eben Glas. Für alles, was gemeinsam am Tisch entsteht, sind Plastikkugeln einfach die entspanntere Lösung. Wenn etwas runterfällt, bricht nicht direkt die Stimmung mit. Und genau darum geht es ja. Es soll ein schönes Projekt sein, kein Nervenspiel.
Wie machst du aus einer transparenten Kugel ein richtiges Highlight?
Tipp Nummer eins ist die Variante, die besonders gut funktioniert, weil sie so leicht ist und trotzdem sofort nach „selbst gemacht, aber hochwertig“ aussieht. Eine transparente Kugel, Acrylfarbe und ein Schaumstoffpinsel, in den Workshops liebevoll Schaumstoffpuschel genannt.
Acrylfarbe ist wasserfest, bleibt also auf der Kugel und nicht auf den Fingern, zumindest im Idealfall. Trotzdem gilt: Schürze ist nie eine schlechte Idee, weil Acrylfarbe auf Kleidung ein Abschied für immer sein kann.
Die Technik ist simpel. Farbe auf die Palette, pro Farbe ein eigener Puschel und dann wird getupft. Abstrakt, locker, in unterschiedlichen Größen, so wie es einem gefällt. Und genau das ist der Charme. Es muss nichts Perfektes werden, damit es gut aussieht. Danach kann man mit Pinseln noch Streben, Striche oder Akzente dazwischensetzen. Wer sich fragt, wohin mit der Kugel zum Trocknen, bekommt im Video gleich noch so einen ganz praktischen Alltagstrick mit.
Holzringe funktionieren wie kleine Parkplätze, damit nichts wegrollt. Und wenn Geduld nicht die größte Stärke ist, hilft ein Föhn zwischendurch. Das ist nebenbei auch ein echtes Kinder-Highlight, weil plötzlich Basteln wie ein kleines Experiment wirkt.
Wichtig ist nur: Pinsel und Schaumstoffpuschel nicht ewig liegen lassen. Acrylfarbe trocknet hart und dann wird aus „ich wasche das gleich aus“ schnell „ich werfe es weg“ und das wäre schade. Achtung, das gilt auch für den Holzring (Kugelparkplatz), wenn die Farbe zwischen Ring und Kugel lange liegen bleibt, klebt die Kugel fest und geht womöglich kaputt beim Versuch beides voneinander zu trennen.
Kann man Weihnachtskugeln wirklich bestempeln?
Tipp Nummer zwei wirkt im ersten Moment wie eine dieser Ideen, bei denen man denkt: Das geht doch niemals, die Kugel ist rund. Und genau deshalb ist es so schön, es live zu sehen. Kugeln lassen sich bestempeln, wenn man ein paar Dinge beachtet. Der wichtigste Punkt für Anfänger ist die Größe der Stempel. Kleine Motive funktionieren viel besser als große, weil man nicht rollen muss, sondern einfach sauber aufsetzt und leicht mit dem Gummi seitlich mitgeht, damit das Motiv vollständig übertragen wird.
Eine matte Kugel macht es leichter als eine glatte, weil sie etwas mehr „Grip“ hat und nicht so rutschig wirkt. Dazu wasserfeste Stempelfarbe, damit das Motiv bleibt. Und dann am besten eine Probierkugel. So wie Schmierpapier, nur eben rund. Ein paar Tests, um ein Gefühl zu bekommen, wie viel Druck passt und wie sich die Rundung verhält. Im Video wird das mit Blümchen gezeigt und genau das ist der Punkt. Es muss nicht immer klassisch mit Zuckerstange oder Mistelzweig sein. Blumen auf Kugeln können richtig modern aussehen, gerade wenn man viele kleine Motive verteilt.
Und wer es perfektionistisch mag, kann kleine Fehlstellen später mit wasserfestem Stift nachziehen. Muss man nicht, aber es beruhigt den inneren Monk enorm.
Wie malst du Motive ohne Pinsel, ohne Sauerei und trotzdem richtig sauber?
Tipp Nummer drei ist für alle, die keine Lust auf Farbpalette und Pinselreinigung haben und trotzdem Kugeln gestalten wollen, die aussehen wie gekauft. Acrylmarker. Im Video sind es Posca Marker. Diese Stifte sind wie kleine Farbwerkzeuge im Stiftformat und genau das macht sie so angenehm. Man hält einen Stift in der Hand und nicht einen Pinsel, der überall hin tropfen will.
Gezeigt wird eine Schneeflocke, und das Schöne ist: Die Anleitung ist so klar, dass man sie auch Kindern erklären kann. Erst ein X, dann noch ein Strich, damit es sechs Arme werden. Ein Punkt in die Mitte, dann kleine Blätter an die Arme, und zum Schluss ein paar Punkte drum herum. Große und kleine Punkte gemischt, damit es nach Konfetti aussieht und nicht nach Matheaufgabe. Weniger ist hier oft mehr. Eine Schneeflocke reicht auf einer kleinen Kugel schon völlig.
Und ja, das ist auch der Moment, in dem wieder klar wird, wie schnell Perfektionismus im Bastelkontext auftauchen kann. Aber genau dafür sind solche Schrittfolgen gut. Man hängt sich an eine einfache Struktur und plötzlich wird es sauber, ohne dass es sich anstrengend anfühlt.
Was ist der Plus Tipp aus der Schublade und warum ist das so genial simpel?
Die Schublade ist heute keine neue Technik, sondern die bequemste Lösung für alle, die gar nichts malen, stempeln oder tupfen wollen. Eine leere Kugel und Konfetti. Stoffpuschelkonfetti, Papierkonfetti, Streukonfetti, gelochte Reste, alles, was durch die Öffnung passt.
Die Kugel wird oben geöffnet, Konfetti wird eingefüllt, der Aufhänger kommt wieder rein und dann passiert das, was ich persönlich bei Weihnachtskugeln liebe. Eine Schleife macht aus „Kugel“ sofort „Geschenk“. Plötzlich sieht es nicht mehr nach Baumhaken aus, sondern nach bewusst dekoriert. Und im Video kommt dann noch diese Idee, die so schön ist, dass man sie direkt mitnehmen möchte. Kleine Wünsche aufrollen, in die Kugel legen und sie an den Baum hängen. Das ist so eine einfache Tradition im Entstehen, bei der man merkt, wie schnell aus Basteln Erinnerung werden kann.
Was bleibt am Ende hängen?
Drei Wege, die unterschiedlich aufwendig sind, aber alle funktionieren. Acrylfarbe für den abstrakten Look, Stempel für den Wow-Effekt auf der Rundung und Acrylmarker für klare Motive ohne Chaos. Und als schnelle Rettung aus der Schublade die Konfettikugel, die ohne Werkzeuge auskommt und trotzdem wirkt. Genau so entsteht ein Weihnachtsbaum, der nicht nach Katalog aussieht, sondern nach euch.