Gutschein verschenken | Geldgeschenk | Umschlag basteln
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Darum gehts im Video:
Wer bei uns im Onlineshop einen Gutschein für einen Workshop kauft, bekommt keinen klassischen Geschenkgutschein auf einer schicken Karte und auch keine fertige PDF, die nur noch ausgedruckt werden muss. Stattdessen gibt es einen Gutscheincode. Praktisch ist das auf jeden Fall, aber wir können sehr gut verstehen, dass man beim Verschenken vielleicht ein bisschen mehr daraus machen möchte. Genau deshalb zeigen wir im Video, wie aus einem einfachen Gutscheincode mit wenig Material eine ganz persönliche Gutscheinkarte wird.
Und das Schönste daran: Dafür muss niemand erst den halben Bastelladen leerkaufen. Eine Karte, ein kleines Stück Papier, ein paar Stempel, Stempelkissen und etwas Kleber reichen schon aus. Viele Dinge dafür liegen wahrscheinlich ohnehin noch irgendwo in der Bastelschublade.
Wie wird aus einem Gutscheincode ein richtiges Geschenk?
Wir wollten eine Karte gestalten, bei der der Gutscheincode nicht einfach nur irgendwo hineingelegt oder aufgeklebt wird. Deshalb bekommt er seinen eigenen kleinen Umschlag direkt auf der Karte. Als Grundlage kann eine fertige Klappkarte oder Postkarte dienen. Natürlich lässt sich eine Karte auch ganz einfach selbst aus etwas festerem Papier zuschneiden. Wir haben zunächst das Wort „Gutschein“ auf die Karte gestempelt und uns danach um den kleinen Umschlag gekümmert. Das hat einen ganz einfachen Grund: Solange wir noch nicht wissen, wie groß der Umschlag auf der Karte tatsächlich wirkt, möchten wir uns bei der restlichen Gestaltung noch nicht festlegen. Das ist sowieso einer unserer wichtigsten Tipps beim Kartenbasteln: Nicht sofort alles festkleben. Erst einmal hinlegen, ausprobieren, verschieben und schauen, ob die Proportionen passen. Papier ist geduldig. Kleber manchmal weniger.
Wie faltet man den kleinen Umschlag ohne Kleber?
Für den Umschlag braucht es lediglich ein quadratisches Stück Papier. Im Video haben wir unter anderem Quadrate mit 10, 11 und 12 Zentimetern verwendet. Es funktioniert aber genauso mit Origamipapier, Papierresten, quadratischen Notizzetteln oder sogar Zeitungspapier.
Zuerst wird das Quadrat diagonal Ecke auf Ecke gefaltet, damit eine Mittellinie entsteht. Danach drehen wir das Papier und markieren auf der anderen Achse lediglich den Mittelpunkt. Wichtig ist dabei, nicht wieder die komplette Linie durchzufalten. Ein kleiner Druck in der Mitte reicht völlig aus. So entstehen später nicht unnötig viele sichtbare Knicke.
Anschließend wird die untere Ecke zur Mitte gefaltet. Danach kommen die beiden seitlichen Ecken übereinander. Wer es mathematisch perfekt haben möchte, darf natürlich vorher messen. Wir machen das eher nach Augenmaß. Ein handgefalteter Mini-Umschlag darf unserer Meinung nach auch mal einen Millimeter schief sein. Genau das macht ihn schließlich selbstgemacht.
Die beiden Seiten werden anschließend ineinandergeschoben. Dadurch hält der kleine Umschlag bereits ganz ohne Kleber zusammen. Je größer das Papierquadrat ist, desto größer wird natürlich auch der Umschlag.
Das macht diese Technik auch für ganz andere Projekte interessant. Kleine Liebesbotschaften, Adventskalender, Geldgeschenke oder kleine Anhänger lassen sich damit genauso gestalten.
Welche Papiere eignen sich für den Umschlag?
Eigentlich fast alles, was sich vernünftig falten lässt. Gerade Papierreste sind für dieses Projekt perfekt. Wer noch Origamipapier herumliegen hat, kann es endlich sinnvoll verwenden. Quadratische Notizzettel funktionieren ebenfalls. Besonders schön finden wir aber Zeitungspapier. Das bekommt automatisch einen etwas unperfekten Vintage- und Collagen-Look und sieht beispielsweise auf Kraftpapierkarten richtig schön aus.
Damit wird aus dem Projekt gleichzeitig eine kleine Upcycling-Idee. Es muss also nicht jedes Mal neues Bastelpapier gekauft werden.
Unser Tipp: Die Farben des Umschlags können später bei den Stempelmotiven wieder aufgenommen werden. Dadurch wirkt die Karte trotz verschiedener Elemente am Ende zusammengehörig.
Was ist beim Stempeln auf Klappkarten wichtig?
Ein kleiner Tipp, der erstaunlich viel Ärger ersparen kann: Klappkarten beim Stempeln immer aufklappen. Bleibt die Karte geschlossen, liegt sie durch die Papierlagen nicht vollkommen ruhig auf dem Tisch. Beim Stempeln kann sie dadurch leicht kippeln. Das Ergebnis sind schnell unsaubere oder doppelte Abdrücke. Wir nennen das gerne den unfreiwilligen 3D-Stempel. Den brauchen wir auf unserer Gutscheinkarte eher nicht. Deshalb die Karte öffnen, flach auf die Arbeitsunterlage legen und erst dann stempeln.
Und natürlich gehört bei uns auch der Stempelparkplatz dazu. Benutzte Stempel landen dort, damit wir nicht versehentlich mit Farbe auf dem Tisch, der Karte oder irgendwo anders weiterarbeiten. Außerdem sehen wir sofort, welche Stempel anschließend noch gereinigt werden müssen.
Wie wird die Gutscheinkarte individuell?
Nachdem der Umschlag gefaltet war, konnten wir endlich sehen, wie viel Platz auf unserer Karte noch zur Verfügung steht. Im Video haben wir uns für kleine Glückskäfer entschieden und sie in Pink gestempelt. Die müssen dabei übrigens nicht ordentlich nebeneinanderstehen. Einer darf vom Rand auf die Karte krabbeln, ein anderer darf teilweise unter dem Umschlag verschwinden und natürlich müssen auch nicht alle in dieselbe Richtung laufen. Genau dadurch wirkt eine selbstgemachte Karte lebendiger.
Zusätzlich haben wir noch kleine Herzen verwendet. Genauso gut funktioniert Konfetti. Grundsätzlich gilt: Es braucht dafür keine riesige Stempelsammlung. Mit zwei oder drei Motiven lassen sich bereits richtig schöne Karten gestalten. Ein Schriftzug wie „Happy Birthday“, ein kleines Herz und ein weiteres Motiv können völlig ausreichen.
Wer möchte, kann das Motiv übrigens auch auf der Rückseite der Karte noch einmal aufnehmen. Solche kleinen Wiederholungen mögen wir besonders gerne, weil sich die Gestaltung dadurch einmal um die ganze Karte zieht.
Wann sollte der Umschlag aufgeklebt werden?
Das Beste kommt auch hier immer ganz zum Schluss. Wir legen den Umschlag zunächst nur auf die Karte und schauen, wo er am besten sitzt. Dabei sollte man auch schon überlegen, wie der Gutscheincode später darin stecken soll. Soll er komplett verschwinden? Soll oben noch ein kleines Stück herausschauen? Oder soll vielleicht nur ein Herz oder eine kleine Botschaft sichtbar sein? Erst wenn die Position wirklich gefällt, wird geklebt. Dafür funktioniert ganz normaler Bastelkleber oder ein Klebestift. Auch Fotoecken oder Klebeecken aus der Bastelschublade können verwendet werden. Gerade alte Fotoecken sind dafür ein schönes kleines Upcycling-Projekt.
Was kann außer einem Gutscheincode in den Umschlag?
Natürlich muss dort nicht zwingend ein Gutscheincode hinein. Der kleine Umschlag eignet sich genauso gut für Geldgeschenke. Einen Geldschein entsprechend gefaltet hineinzustecken funktioniert wunderbar. Auch eine kleine Botschaft oder ein winziger Anhänger findet darin Platz. Und der Umschlag muss nicht einmal zwingend auf einer Karte landen. Man kann ihn beispielsweise lochen, ein Band hindurchziehen und ihn an einem Blumenstrauß befestigen. Dann kommt der Gutscheincode einfach dort hinein. Damit lässt sich dieselbe Falttechnik für Geburtstage, Hochzeiten, Weihnachten, kleine Dankeschön-Geschenke oder einfach eine spontane Überraschung verwenden.
Welches Werkzeug macht am Ende noch einmal einen Unterschied?
Bei Karten gibt es ein Werkzeug, das wir inzwischen wirklich nicht mehr missen möchten: den Eckenstanzer. Mit abgerundeten Ecken sieht eine einfache Karte sofort ein bisschen fertiger aus. Auch die obere Ecke des kleinen Umschlags lässt sich damit abrunden. Das ist nur ein winziges Detail, verändert die Wirkung aber erstaunlich stark.
Man sollte allerdings auch wissen, wann Schluss ist. Normalerweise arbeiten wir bei Karten gerne noch mit Finelinern und kleinen Sketchnote-Elementen. Bei dieser Karte wäre uns das aber zu viel geworden. Durch Umschlag, Käfer und Herzen passiert bereits genug. Manchmal ist der beste Gestaltungstrick eben auch, rechtzeitig aufzuhören. Muss eine selbstgemachte Gutscheinkarte perfekt sein? Natürlich nicht! Genau darum geht es uns bei solchen Projekten. Niemand braucht hundert Stempel, besonderes Designerpapier oder eine komplett ausgestattete Bastelwerkstatt. Zwei oder drei Stempel, ein Stück Papier und ein bisschen Mut zum Ausprobieren reichen.
Ein kleiner Umschlag darf einen Millimeter schief sein. Ein Käfer darf schräg über die Karte laufen. Und vielleicht passt am Ende eine Farbe sogar besser als ursprünglich gedacht. Hauptsache, aus einem zunächst ziemlich unspektakulären Gutscheincode wird etwas, bei dem man sofort sieht: Da hat sich jemand Gedanken gemacht. Und genau deshalb mögen wir selbstgemachte Karten so sehr und wünschen euch nun viel Freude beim verschenken.