So benutzt man eine Strickmühle richtig!

Kreativ sein mit WeserklecksWERK Franzi

 

Darum gehts:

Wolle ist bei mir nicht ständig Thema, aber wenn, dann richtig. Die Strickmühle ist so ein Ding, das viele begeistert und genauso viele frustriert. Weil es in vielen Videos so aussieht, als würde man einfach nur kurbeln und zack kommt unten ein perfekter Strickschlauch raus. In der Realität liegt der Unterschied fast immer an drei Kleinigkeiten, die kaum jemand ordentlich erklärt. Genau darum geht es in diesem Video. Ich zeige dir, wie du die Strickmühle so startest, dass sie nicht rattert, nicht aussetzt und du nicht das Gefühl hast, du müsstest das Teil irgendwann gegen die Wand werfen.

Was ist eine Strickmühle und warum lohnt es sich, dranzubleiben?

Im Video zeige ich dir, was du mit einer Strickmühle überhaupt machen kannst und warum das Endprodukt so besonders ist. Du kannst damit Strickschläuche herstellen, die später zu Schriftzügen, Figuren oder Deko verarbeitet werden. Namen fürs Kinderzimmer, ein herzlich willkommen für die Diele, Tiere im Bilderrahmen oder auch Motive für Klötzchenrahmen. Das Ganze wirkt am Ende wie gekauft, ist aber komplett selbst gemacht. Und das Beste ist: Wenn du einmal verstanden hast, wie der Start funktioniert, kannst du damit ohne Ende produzieren.

Welche Wolle brauchst du wirklich, damit es funktioniert?

Der häufigste Fehler passiert schon vor dem ersten Kurbeln. Im Video erkläre ich dir, warum nicht jede schöne Wolle automatisch geeignet ist. Du siehst, dass es nicht um die Lieblingsfarbe geht, sondern um Stärke und Materialeigenschaften. Die Wolle muss beweglich sein, damit die Maschen sauber laufen. Reine Baumwolle ist oft zu starr und sorgt dafür, dass das System oben an den Haken nicht richtig arbeitet. Im Video erkläre ich dir deshalb, warum ein Acrylanteil so wichtig ist und woran du erkennst, ob eine Wolle für deine Mühle passt. Du bekommst ein Gefühl dafür, warum manche Garne sofort laufen und andere dich innerhalb von zwei Minuten in den Frust schicken.

Wie fädelst du die Strickmühle ein, ohne 80 Zeilen Anleitung lesen zu müssen?

Ich nehme dich im Video einmal ganz in Ruhe durch das Einfädeln. Du siehst die Öse vorne, den kleinen U Bereich oben und wie die Wolle durch den Tunnel geführt wird, bis sie unten wieder rauskommt. Das ist wichtig, weil viele hier schon zu hektisch werden und dann später denken, die Mühle sei defekt. Ich zeige dir auch den Starttrick mit den Haken, denn am Anfang entscheidet sich, ob die Maschen sauber greifen. Du siehst, wie ich die Wolle so anlege, dass die ersten Reihen entstehen, ohne dass du zehnmal neu anfangen musst.

Warum ist Spannung der größte Feind deiner Strickmühle?

Das ist der Punkt, der in ganz vielen DIY-Videos einfach fehlt. Im Video erkläre ich dir sehr deutlich, warum die Wolle nie auf Zug stehen darf. Nie. Nicht am Anfang und nicht nach einem Meter. Sobald Spannung drauf ist, kommt dieses typische Rattern und genau dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Maschen rausspringen oder unten nichts sauber rauskommt. Du siehst bei mir, wie ich die Wolle so platziere, dass sie frei laufen kann, und warum es oft hilft, den Knäuel einfach auf den Boden zu legen. Das ist einer dieser banalen Tipps, der aber darüber entscheidet, ob du Spaß hast oder nach fünf Minuten denkst, du bist zu doof dafür.

Wann setzt du die Klammer richtig ein, ohne dass alles zusammenbricht?

Im Video zeige ich dir die Klammer und erkläre dir, warum sie zwar hilfreich ist, aber am Anfang schnell zum Problem wird. Wenn du sie zu früh dran machst, ist zu viel Zug drauf und die Haken oben schaffen es nicht, die Maschen sauber runterzunehmen. Wenn du sie zu spät dran machst, ist zu wenig Zug da und oben springt dir die Masche raus. Der Trick ist, am Anfang kurz mit der Hand zu arbeiten, den Strickschlauch unten zu halten, ein paar Reihen zu kurbeln und erst dann die Klammer zu setzen. Du siehst genau, wann dieser Moment kommt und warum das in Workshops der Punkt ist, an dem bei fast allen plötzlich der Knoten platzt.

Was machst du, wenn es rattert?

Im Video erkläre ich dir auch, wie du merkst, dass gerade etwas schief läuft, bevor es komplett eskaliert. Rattern ist fast immer ein Zeichen für zu viel Spannung oder falsches Garn. 

Was ist der Plus Tipp aus der Schublade?

Zum Schluss gibt es noch ein Extra, das nicht direkt mit dem Kurbeln zu tun hat, aber mit dem Thema Wolle und dem Gefühl von fertig und besonders. Ich hole aus der Schublade eine dünnere Wolle und zeige dir, wie du damit Karten mit einem kleinen Gimmick sofort aufwertest. Du legst den Faden einfach in die Karte, machst einen Knoten und hast sofort dieses handgemachte Detail, das nach viel mehr aussieht, als es eigentlich ist. Das hat sogar einen praktischen Nutzen, wenn du Kraftpapierkarten nutzt und innen ein weißes Inlay einlegst. Der Faden kann das Inlay halten, ohne dass du kleben musst. Und wenn sich jemand verschreibt, wird einfach das Blatt ausgetauscht. Das ist so ein kleiner Trick, der aus einer Karte direkt ein WeserklecksWERK Ding macht.

Wenn du wissen willst, warum dieses Thema bei mir erst nach Monaten wirklich eingezogen ist und warum ich sehr gut nachvollziehen kann, dass manche Menschen ihre erste Strickmühle am liebsten aus dem Fenster werfen würden, dann schau dir das Video an. Du siehst jeden Schritt, du hörst das Rattern, du siehst den Unterschied zwischen locker und zu straff, und du kannst das Ganze direkt nachmachen. Danach ist die Strickmühle nicht mehr dieses mysteriöse Ding, sondern einfach ein Werkzeug, das tut, was es soll.

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